SINATRA IN AGONY

(2018) - music theatre

Oscar Bianchi: concept, music, direction
Marlene Kolatschny: concept, dramaturgy
Lydia Sonderegger: costume, stage
Julie Schroell: video
Ulrich Kellermann: lights
Helena Tsiflidis: production
Haukur Þór Harðarson: assistant director
Victor Pazos: scenography consultant
Maxine Devaud: production assistant

countertenor: Daniel Gloger
performer: Cornelius Schwalm
ensemble: Nouvel Ensemble Contemporain
conductor: Pierre-Alain Monot, Lennart Dohms

a co-production of: Koala Productions, Nouvel Ensemble Contemporain, LAC Lugano, Jardin Musicaux, Gare du Nord Basel with support of Basel Fachausschuss Musik BS/BL, Fondation Nestlé pour l'Art, Ernst Göhner Stiftung, UBS Kulturstiftung

»SINATRA IN AGONY« Musiktheaterstück für einen Performer, Countertenor und Ensemble

Frankie ist Sänger. Nicht irgendein Sänger natürlich, er ist DIE STIMME. Frankie ist aber auch: Oscar-Gewinner, Philanthrop, ein Gesicht, das von allen Leinwänden strahlt, Vorbild, Flötist, Wissenschaftler, Selfmademan, schlecht gelaunter Dirigent, die archaische Gottheit eines Schweizer Ensembles, Countertenor (mit und ohne Playback), Gastgeber, stolzer Vater, fauler Sohn, Vogelbeobachter und ein Gummihuhn. Außerdem hat er wahnsinnig lange Beine und trägt nur vielleicht ein Toupet. Frankie ist erfolgreich, talentiert und weiß fast alles. Vermutlich kann nur er uns helfen, die Musik zu verstehen.

Sinatra in Agony ist ein Musiktheaterstück zum Thema Musik, eine Studie zu ihren Anfängen und gesellschaftlichen Funktionen bis heute, welche diese mit musikalischen und theatralen Mitteln untersucht. Indem Gesten, Motive und Bilder der Popkultur aufgenommen und konfrontiert werden mit der Komplexität und Abstraktion eines Stückes zeitgenössischer Musik, beschäftigt sich das Stück mit dem breiten Feld heutiger musikalischer Praxis. Ein Countertenor auf der einen, ein Schauspieler auf der anderen Seite verkörpern diese beide scheinbar so unterschiedlichen Welten.
Gleichzeitig wird die traditionelle Trennung von Popkultur und Kunstmusik demonstrativ überschritten - der Klang selbst rückt jenseits von Genregrenzen in den Mittelpunkt. Dafür lohnt es sich, einen Blick zurück zu den Ursprüngen der Musik zu werfen, denn vielleicht brauchen wir sie, schon seit Urzeiten mit menschlichem Leben verknüpft, noch immer aus ähnlichen Gründen. „Ohne Musik“, formulierte schon Nietzsche so treffend, „wäre das Leben ein Irrtum“. Sinatras tiefe Sinnkrise dient als Ausgangspunkt, um zu fragen: Geht es um Ernst oder Unterhaltung? Ist es besser, ein Countertenor oder ein Entertainer zu sein? Hilft Musik gegen Einsamkeit? Und: Warum sollte man überhaupt lernen, ein Instrument zu spielen?

Wir empfehlen: Leonard Bernstein: The Unanswered Question. Six Talks at Harvard. Cambridge, Massachusetts 1981. // Simon Frith: Music and Identity. In: Questions of Cultural Identity, edited by Stuart Hall and Paul Du Gay, London 1996, S. 108-127. // Richard Sennett: The Craftsman. New Haven, Connecticut 2008.

Audio/Video

  • April 12th, 2018

    Prelude

    live recording, 12 April 2018, Basel

  • June 6th, 2018

    scene 13 - first concert, chicken puppet (excerpt)

  • June 6th, 2018

    scene 3 - the origin of music (excerpt)

  • June 8th, 2018

    interview (italian only)

Scores

  • Pictures selection

    preview For info please contact UNIVERSAL
  • Sinatra in agony full score

    preview For info please contact UNIVERSAL

Concerts & events

Press Clippings

  • April 21st, 2018

    Da scheint das Prädikat „Meisterwerk“ nicht weit

    „Klanglich sauber ausgearbeitet, von allen Beteiligten überzeugend umgesetzt, dabei auch selbstironisch und stellenweise höchst amüsant. Da scheint das Prädikat „Meisterwerk“ nicht weit.“ (Jaronas Scheurer, resonance)

  • November 15th, 2018

    La figura di Sinatra per far riflettere con ironia

    ''...al compositore Oscar Bianchi, pur attento e sensibile al concetto di comunicazione, non piace scendere a facili compromessi. La sua musica è una ricetta continua, in cui sperimentare nuovi linguaggi, nuove possibilità di combinazione fra arti diverse e nuove sonorità anche su strumenti tradizionali, come le corde del pianoforte suonate con uno spazzolino elettrico o con i crini di cavallo''. Stefano Bazzi, (Corriere del Ticino)